Schöneberger Forum 2009: Generationswechsel im öffentlichen Dienst – Nachwuchs gewinnen – Gesundheit fördern – Altersversorgung sichern

Mit dem „Schöneberger Forum" leistet der DGB seit 1998 einen Beitrag zum kontinuierlichen Dialog über beamtenpolitische Sachfragen. Gewerkschaftliche Anliegen werden öffentlich mit politisch Verantwortlichen erörtert, so dass inzwischen ein Klima entstanden ist, das Denkanstöße in festgefahrene Positionen bringen kann.

Das „Schöneberger Forum" ist so eine Institution geworden – bei Politikerinnen und Politikern ebenso wie bei an Gewerkschaftsarbeit interessierten Beschäftigten des öffentlichen Dienstes.

2009: Generationswechsel im öffentlichen Dienst – Nachwuchs gewinnen – Gesundheit fördern – Altersversorgung sichern

Die längere Lebensarbeitszeit bestimmt die Debatte über Anforderungen an zukünftige Generationen im öffentlichen Dienst auf dem 12. Schöneberger Forum des DGB. Eine wachsende Zahl älterer Beschäftigter muss sich auf neue Aufgaben einstellen. So stellt sich für Dr. Hans Bernhard Beus, Staatssekretär im Bundesinnenministerium, der demografische Wandel im öffentlichen Dienst dar. Die heutigen Mitarbeiter/innen werden in zehn Jahren größtenteils dieselben sein – die Aufgaben und Anforderungen nicht. Dahermüsse langfristig geplant werden, was dann ihre Tätigkeit sein könnte. Beispielsweise würden weniger Erzieher/innen gebraucht, aber mehr Altenpfleger/innen, da die Menschen immer älter würden, aber weniger Kinder zur Welt kämen, so Beus. Nils Kammradt, Leiter des Bereichs Öffentlicher Dienst und Beamte beim DGB-Bundesvorstand, konterte: „Nicht weniger Schulen und Kindergärten würden gebraucht..

  
Eine bessere Ausstattung mit Kindergärten und bessere Bildung hänge nicht von der Zahl der Kinder ab. „Es ist eine Frage dessen, was wir uns leisten wollen." Beides – mehr Einrichtungen für Jung und Alt – sei möglich und nötig. Auch die im Koalitionsvertrag von CDU und FDP erwähnte „flexiblere Gestaltung des Eintritts in den Ruhestand", wurde kontrovers diskutiert. Es dürfe nicht so sein, „dass der, der es sich leisten kann, mit 60 in Ruhestand geht und der, der das Geld nicht zusammen hat, erst mit 67 oder später", so Kammradt. „Wenn wir es nicht schaffen, dass Ältere länger im Arbeitsleben bleiben, ist die längere Arbeitszeit ein verkehrter Schritt zum falschen Zeit punkt."

Mehr Informationen zum Schöneberger Forum unter www.schoeneberger-forum.de


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