Modernisierung des öffentlichen Dienstes: Das neue Steuerungsmodell

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„Von der Behörde zum Dienstleistungsunternehmen" – das Neue Steuerungsmodell

Im deutschsprachigen Raum fand das Führungssystem des New Public Management im Neuen Steuerungsmodell (NSM) seine Entsprechung. Das NSM wurde 1993 von der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsvereinfachung (heute: Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement KGSt – www.kgst.de) entwickelt und propagiert. Während zunächst institutionelle Veränderungen, die Binnenmodernisierung der Verwaltungen, im Mittel punkt standen, wurde der Schwerpunkt später viel deutlicher auf das Außenverhältnis und das Personal als zentrale Ressource der Verwaltungsreform gelegt. Mitte der 90er Jahre begann die Modernisierung des öffentlichen Sektors in Deutschland auf breiter Front. Die Reformprozesse nahmen ihren Anfang in den Kommunen, als sich deren Handlungsspielräume angesichts finanzieller Engpässe in den öffentlichen Haushalten zunehmend verengten, während gleichzeitig die von außen an sie herangetragenen Erwartungen stiegen. Die Kommunen reagierten mit unterschiedlichen Modernisierungsansätzen, um die aus der Modernisierungsdebatte bekannten Forderungen – Bürgernähe, Output-Orientierung, Wirtschaftlichkeit, um nur wenige zu nennen – umzusetzen. Sie waren lange Zeit Vorreiter der Modernisierung – nicht nur ihrer Verwaltungen, sondern auch ihres Selbstverständnisses. Vielen ist es gelungen, die Transparenz von Verwaltungshandeln zu verbessern, öffentliche gemeinwohlorientierte Aufgaben effizienter wahrzunehmen und Verwaltungsdienstleistungen bürgernah anzubieten.

Landesverwaltungen und Bundesverwaltung dagegen taten sich zunächst schwer, die neuen gesellschaftlichen Herausforderungen als Chance zu begreifen. Inzwischen aber ist der Reformprozess auf allen Ebenen der öffentlichen Verwaltung in Gang gekommen.



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