Roesgen, Helga: Teamarbeit hat hohe Priorität (aus Beamten-Magazin 01/2007)

Helga Roesgen, Präsidentin des BAZ: Teamarbeit hat hohe Priorität

Helga Roesgen ist Juristin und seit Oktober letzten Jahres Präsidentin des Bundesamtes für den Zivildienst (BAZ). Erfahrung genug hat sie, um ein solches Amt auszufüllen. Wie aber sieht sie ihre Aufgabe als Behördenleiterin und wo setzt sie Schwerpunkte?

Frau Roesgen, Sie sind seit Oktober 2006 Präsidentin des BAZ. Warum, glauben Sie, wurden Sie ausgewählt?

Ich denke, dass die Auswahl zur Präsidentin des Bundesamtes für den Zivildienst aufgrund eines Anforderungsprofils erfolgte. Dabei werden Qualifikation und beruflicher Werdegang Berücksichtigung gefunden haben. Nach meinem zweiten juristischen Staatsexamen habe ich 16 Jahre in obersten Bundesbehörden gearbeitet und war seit 1999 in der Kommunalverwaltung tätig, zuletzt als Beigeordnete für Schulen, Kultur, Jugend und Sport in Leverkusen.

Welche Aufgaben haben Sie als Behördenleiterin und wie hilft Ihnen dabei das Leitbild, das sich das Amt gegeben hat?

Meine Aufgabe als Behördenleiterin besteht darin, die Behörde zu lenken und zu steuern. Dabei ist für mich Kommunikation und Transparenz eine wichtige Voraussetzung – auch bei der Umsetzung von Behördenzielen. Die Teamarbeit und der Dienstleistungsgedanke haben hohe Priorität.

Sie wollen das Zivildienstamt zu einer modernen Dienstleistungsbehörde umgestalten. Auf welche Weise werden die Beschäftigten und ihre Interessenvertretungen dabei einbezogen?

Das BAZ hat bereits vor Jahren mit einem Modernisierungsprozess begonnen, den ich konsequent fortsetzen werde. Hierzu gehören moderne DV-Strukturen, Zielvereinbarungen mit den Abteilungen/Referaten und weitere Qualifizierung der Führungskräfte. Dabei sind alle Beschäftigten und Interessenvertretungen, die den Prozess im Übrigen mit angestoßen haben, selbstverständlich von Anfang an mit einbezogen.

Welche Rolle spielt auf diesem Weg die Aus-, Fort- und Weiterbildung und welchen Änderungsbedarf sehen Sie hier gegebenenfalls?

Aus-, Fort- und Weiterbildung spielen für mich eine entscheidende Rolle. Lebenslanges Lernen ist in der heutigen Gesellschaft unerlässlich und sollte stets gefördert werden. Gerade der Personalentwicklung kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu.

Fester Bestandteil im BAZ ist die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF).Wie wirkt sie sich konkret aus und welche Bedeutung messen Sie künftig dem Gesundheitsmanagement bei?

Gesundheitsmanagement ist heute ein entscheidender Faktor beruflichen Lebens. Nur gesunde und gut motivierte Mitarbeiter leisten Besonderes. Im BAZ ist die Gesundheitsförderung ein wichtiges Anliegen und der Gesundheitsbeauftragte mit dem Arbeitskreis und der Stabsstelle bilden ein beispielhaftes, hervorragendes Netzwerk mit allen obersten und oberen Bundesbehörden.

 Zur Person
- Geboren 1953 in Hüttersdorf/Saarlouis
- 1983 Zweites juristisches Staatsexamen
- 1984 bis 1986 Referentin für Hochschulrecht im Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft (BMBW)
- 1986 bis 1987 Referentin im BMBW
- 1987 bis 1991 Referentin im Bundeskanzleramt
- 1991 bis 1998 Für Wechsel zur CDU/CSU-Bundestagsfraktion beurlaubt
- 1998 bis 1999 Rückversetzung ins Bundesministerium für Bildung und Forschung mit Beurlaubung
- 1999 bis 2000 Leiterin des Fachbereichs für Bildung, Kultur, Schule und Sport bei der Stadt Bergisch Gladbach
- 2000 bis 2006 Beigeordnete für das Dezenat IV
– Schulen, Kultur, Jugend und Sport – der Stadt Leverkusen
- 2.10.2006 Einstellung ins Bundesamt für den Zivildienst und Ernennung zur Präsidentin des BAZ

Quelle: Beamten-Magazin, Ausgabe 01/2007

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