Marschner, Stephanie: „Mein Team ist offen für viele Wege“

.

.

Corona hat unseren Arbeitsalltag in den letzten Wochen verändert. Wie sah oder sieht das bei Ihnen konkret aus?

Seit Beginn der Corona-Pandemie arbeite ich komplett im Homeoffice von zu Hause aus. Vor der Corona-Pandemie hatte ich zwei Tage in der Woche Homeoffice. Die restlichen drei Tage in der Woche war ich im Dienstgebäude in Berlin anwesend, verbunden mit einer täglichen Fahrtzeit von jeweils zwei Stunden. Die Umstellung zum kompletten Homeoffice kam mit Beginn der Corona-Pandemie plötzlich, ohne dass jemand damit gerechnet hatte. Der Arbeitsalltag im Homeoffice in den letzten Wochen gestaltete sich anders als vor der Pandemie. Daher kann ich die Arbeitssituation sehr gut vergleichen. Arbeiten und Familie gleichzeitig zu bewältigen war eine große Herausforderung für uns als Familie. So nahm die Betreuung meiner Kinder viel Zeit in Anspruch und es kam dadurch zu ständigen Arbeitsunterbrechungen, was auch meine Konzentration insgesamt beeinflusste. Viele Telefonate musste ich führen und Abstimmungen mit einigen KollegInnen vornehmen, um die Arbeit im „Fluss“ zu halten. Und das Arbeiten im Homeoffice im Schichtsystem – früh und abends – war neu.

Insgesamt empfand ich das Arbeiten im Homeoffice während der Pandemie flexibler, freier und selbstbestimmter, dafür bin ich meinem Arbeitgeber sehr dankbar.

Hat ihr Dienstherr/Arbeitgeber dafür Sorge getragen, dass Ihr Arbeitsplatz im Homeoffice gut ausgestattet ist bzw. den Ansprüchen an den Arbeits- und Gesundheitsschutz gerecht wird?

Die Ausstattung im Homeoffice wurde während der Corona-Pandemie optimiert.

Gibt es in Ihrem Haus / Ihrer Dienststelle schriftliche Vereinbarungen zur Arbeit im Homeoffice? Gab es diese schon vor Corona?

Unser Arbeitgeber unterteilt das Arbeiten von zu Hause in mobiles Arbeiten und Homeoffice. Die dienstlichen Vereinbarungen dazu waren bisher unklar. Es gab keine richtigen Anträge. Die Ausstattung des Arbeitsplatzes war von Seiten der IT nicht dienstleistungsfreundlich und benötigte eine Menge Absprachen bis in die oberen Ebenen unserer Verwaltung. Während der Pandemie wurden die Vorgaben für das Arbeiten im Homeoffice gelockert und es gibt jetzt Anträge für mobiles Arbeiten.

Wenn Sie die Wahl zwischen der Arbeit im Büro oder im Homeoffice oder aber einer Mischung aus beiden hätten, wie würde ihre Arbeit bzw. diese Aufteilung bevorzugter Weise nach Corona aussehen?

Aufgrund der großen Entfernung zum Arbeitgeber wünsche ich mir nach der Corona-Pandemie ein vermehrtes Arbeiten von zu Hause aus. Die Technik funktioniert und kann an einzelnen „Drehschrauben“ optimiert werden. Mein Team ist offen für viele Wege und ich sehe ja selbst in der Verwaltung geht auf einmal „VIELES“.

Quelle: Beamten-Magazin 06/2020

mehr zum Thema:
Startseite | Newsletter | Kontakt | Impressum
www.beamten-magazin.de © 2020