Ausgabe 2008/06: Der öffentliche Dienst im Wandel


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Aus der Praxis für die Praxis: für Mitarbeiter/innen von Behörden und sonstigen Einrichtungen des öffentlichen Dienstes; auch für Personalräte und andere Interessierte geeignet. Termine und Orte >>>www.die-oeffentliche-verwaltung.de


Der öffentliche Dienst im Wandel

Neue Aufgaben - effektive Strukturen - motivierte Beschäftigte

Warum werden die Modernisierungsprozesse im öffentlichen Dienst von den Bürgerinnen und Bürgern oft nicht wahrgenommen? Wie kommt es, dass positive Erfahrungen mit der Verwaltung eine so kurze Halbwertzeit haben? Und wie begründet ist das schlechte Image des öffentlichen Dienstes tatsächlich? Diese Fragen werden im Mittelpunkt des 11. Schöneberger Forums 2008 stehen.

Seit zwei Jahrzehnten ist der Modernisierungsprozess im öffentlichen Dienst in vollem Gange. Nach außen sichtbare Zeichen sind Bürgerbüros und Service-Center mit „kundenfreundlichen" Öffnungszeiten, kurzen Wegen und verkürzten Wartezeiten, aber auch das, was man unter E-Government versteht. Doch allen technischen und strukturellen Innovationen zum Trotz halten sich die Klischees: Der öffentliche Dienst sei verstaubt, aufgebläht und teuer. Beamte seien privilegiert und wenig engagiert. Die Auseinandersetzung mit diesen Stereotypen, ihren Ursachen und der Frage, was sich ändern muss, um sie zu überwinden, ist das zentrale Anliegen des Deutschen Gewerkschaftsbundes auf dem diesjährigen Schöneberger Forum am 11. und 12. November 2008 in Berlin. Das Forum steht unter dem Motto: „Der öffentliche Dienst im Wandel: Neue Aufgaben – effektive Strukturen – motivierte Beschäftigte."

Seit zwei Jahrzehnten ist der Modernisierungsprozess im öffentlichen Dienst in vollem Gange. Nach außen sichtbare Zeichen sind Bürgerbüros und Service-Center mit „kundenfreundlichen" Öffnungszeiten, kurzen Wegen und verkürzten Wartezeiten, aber auch das, was man unter E-Government versteht. Doch allen technischen und strukturellen Innovationen zum Trotz halten sich die Klischees: Der öffentliche Dienst sei verstaubt, aufgebläht und teuer. Beamte seien privilegiert und wenig engagiert. Die Auseinandersetzung mit diesen Stereotypen, ihren Ursachen und der Frage, was sich ändern muss, um sie zu überwinden, ist das zentrale Anliegen des Deutschen Gewerkschaftsbundes auf dem diesjährigen Schöneberger Forum am 11. und 12. November 2008 in Berlin. Das Forum steht unter dem Motto: „Der öffentliche Dienst im Wandel: Neue Aufgaben – effektive Strukturen – motivierte Beschäftigte."

Seit zwei Jahrzehnten ist der Modernisierungsprozess im öffentlichen Dienst in vollem Gange. Nach außen sichtbare Zeichen sind Bürgerbüros und Service-Center mit „kundenfreundlichen" Öffnungszeiten, kurzen Wegen und verkürzten Wartezeiten, aber auch das, was man unter E-Government versteht. Doch allen technischen und strukturellen Innovationen zum Trotz halten sich die Klischees: Der öffentliche Dienst sei verstaubt, aufgebläht und teuer. Beamte seien privilegiert und wenig engagiert. Die Auseinandersetzung mit diesen Stereotypen, ihren Ursachen und der Frage, was sich ändern muss, um sie zu überwinden, ist das zentrale Anliegen des Deutschen Gewerkschaftsbundes auf dem diesjährigen Schöneberger Forum am 11. und 12. November 2008 in Berlin. Das Forum steht unter dem Motto: „Der öffentliche Dienst im Wandel: Neue Aufgaben – effektive Strukturen – motivierte Beschäftigte."

Öffentliche Dienstleistungen vor dem Ausverkauf

Neue Anforderungen an staatliches Handeln, die Finanznot der öffentlichen Haushalte und die veränderte Erwartungshaltung der Bürgerinnen und Bürger haben die Frage nach den Aufgaben des Staates wieder aufleben lassen. Das Verständnis von staatlicher Aufgabenwahrnehmung hat sich verändert. Unter dem Schlagwort „Schlanker Staat" wurde in den 90er Jahren eine Vielzahl von klassischen öffentlichen Dienstleistungen privatisiert. Die Kosten der öffentlichen Haushalte sollten gesenkt werden. Durch mehr Wettbewerb und eine größere Angebotsvielfalt sollten verbraucherfreundliche Preisentwicklungen begünstigt werden. Von der Privatisierungswelle blieb fast kein Bereich des öffentlichen Dienstes verschont. Selbst beim vermeintlich letzten Bollwerk rein staatlicher Aufgabenwahrnehmung, dem Polizeibereich, ist dieser Wandel inzwischen augenfällig. Dabei wurden der beabsichtigten Effizienzsteigerung oft Gemeinwohlinteressen untergeordnet – nicht ohne Folgen für die Bürgerinnen und Bürger und für die Wirtschaft.

Wie viel Markt braucht der Staat?

Inzwischen ist die Euphorie deutlicher Skepsis gewichen. Privatisierung führt nicht automatisch zu mehr Wettbewerb und sinkenden Preisen. Dies zeigt besonders deutlich das Beispiel der Energieversorger. Durch Zusammenschlüsse sind riesige Unternehmen mit marktbeherrschender Stellung entstanden. Das Ergebnis sind weniger statt mehr Wettbewerb und drastisch steigende Energiepreise. Wo der Wettbewerb nicht richtig in Schwung kommen will, sollen nun kartellrechtliche Regelungen helfen, die großen Monopolisten zu verbraucherfreundlicheren Preisen zu zwingen. Damit wird versucht, Fehlentwicklungen zu korrigieren. Konsequenterweise rückt die öffentliche Daseinsvorsorge wieder stärker in das Bewusstsein der Menschen und der Politik, und damit auch die Frage: Welche Aufgaben hat der Staat zu erledigen?

Die „wichtigste Ressource" des öffentlichen Dienstes

Die veränderten Strukturen im öffentlichen Dienst gehen mit veränderten Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten einher. Die Anforderungen steigen kontinuierlich, gleichzeitig ist die Personalpolitik der öffentlichen Arbeitgeber seit mehr als einer Dekade von drastischem Personalabbau gekennzeichnet ist. Dies führt zu Arbeitsverdichtung und zu wachsenden psychosozialen Belastungen der Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Der massive Personalabbau kann für die effektive Aufgabenerledigung im Dienst der Bürgerinnen und Bürger nicht ohne Folgen bleiben. Die unzähligen „Reformen" beeinflussen Motivation und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten oft negativ. Die eingesetzten Steuerungsinstrumente wie Personaleinsatzmanagement und Stellenpools führen zusätzlich zu Konflikten. Die Beschäftigten arbeiten mit dem Gefühl, hin und her geschoben zu werden.

Ohne die Beschäftigten geht gar nichts

Eine Herausforderung der Zukunft wird es daher sein, die steigenden Anforderungen durch geeignete, neue Strukturen zu bewältigen. Das funktioniert nur, wenn es gelingt, die Beschäftigten im öffentlichen Dienst zu motivieren und gut ausgebildete Nachwuchskräfte für den öffentlichen Dienst zu gewinnen. Daher wird eine zentrale Frage des Schöneberger Forums sein, wie angesichts des demographischen Wandels und der strukturellen Veränderungen die Balance zwischen einem attraktiven öffentlichen Dienst für die Beschäftigten und einer effektiven Leistungserstellung für die Bürgerinnen und Bürger gehalten werden kann.

Reform ist, wenn es besser wird

Zum Diskurs über die Perspektiven des öffentlichen Dienstes im 21. Jahrhundert werden wieder mehrere Hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Berliner Rathaus Schöneberg erwartet. Das Veranstaltungsprogramm sowie weitere Informationen zum Schöneberger Forum stehen im Internet unter www.schoenebergerforum.de. Interessenten können sich über die Website auch online anmelden und noch bis zum 31. August 2008 den Vorteil des Frühbucherpreises in Höhe von 190 Euro in Anspruch nehmen. Bei Anmeldungen ab dem 1. September 2008 beträgt der reguläre Teilnahmebeitrag 270 Euro. Mitglieder einer DGB-Gewerkschaft erhalten einen zusätzlichen Rabatt in Höhe von 20 Euro sowohl auf den Frühbucherpreis als auch auf den regulären Teilnahmepreis.


Quelle: Beamten-Magazin, Ausgabe 06/2008

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